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Arbeit 2017 im Gladbacher ALZ

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Keine Zukunft für die Armen?

Gladbachs Arbeitslosenzentrum ist gefragt, stößt an seine Leistungsgrenzen und weiß weiterhin nicht, ob der jetzige Standort sicher ist.

arbeit wege arbeitslose moenchengladbach 02Die Zukunft des Arbeitslosenzentrums (ALZ) am bekannten Stadtmitte-Standort ist nach wie vor ungewiss, gleichzeitig stößt die Einrichtung an der Lüpertzender Straße 69 an ihre Leistungsgrenzen. "Das hängt vor allem damit zusammen, dass zunehmend anerkannte Flüchtlinge und EU-Ausländer bei uns um Rat und Hilfe bitten", sagt ALZ-Leiter Karl Sasserath. Die Stadt beachte dieses zusätzliche Engagement nicht, kritisiert Sasserath und wird konkret: "Dafür gibt es kein Geld, um beispielsweise zusätzliches Personal einzustellen." Sasserath präsentierte jetzt die Jahresbilanz 2017 der Beratungs- und Begegnungsstätte. ...

 

Dabei sei das Problem sowohl der Stadt als auch dem Jobcenter, das von der Arbeits-Agentur und der Kommune betrieben wird, bekannt. Zu den "vielen alten Armen" kommen immer wieder "neue Arme" (EU-Ausländer, Flüchtlinge usw.) hinzu, so Sasserath. Der Sozialarbeiter nennt Beispiele: Viele der Beschäftigten, häufig auch solche aus Osteuropa und anderen Staaten der Europäischen Union, werden bei knallhart kalkulierenden Logistik-Riesen im Güdderather Regiopark nur im Rahmen sachgrundlos befristeter Arbeitsverträge eingestellt. Häufig werden die Arbeitsverträge ausschließlich befristeter Jobs über das Befristungsende hinaus nicht verlängert. Dann arbeitslos, können die Entlassenen als EU-Bürger*innen Sozialleistungen (SGB III, später SGB II und damit Hartz IV) beantragen. Sie kommen zur Beratung und finden Hilfestellung ebenso im ALZ wie schon seit Jahrzehnten anerkannte Flüchtlinge beispielsweise aus dem Kongo oder Sri Lanka. 6700 Beschäftigte leben in Mönchengladbach, die beim Jobcenter aufstocken müssen, weil das Arbeitseinkommen das Existenzminimum nicht deckt. Hiervon besonders häufig betroffen, sind Familien mit mehreren Kindern.

Eigentlich wurde das ALZ vor mehr als drei Jahrzehnten gegründet, um "die Beschäftigungsfähigkeit der betroffenen Arbeitslosen zu erhalten".

Von diesem Ziel ist man keineswegs abgerückt. Sasserath wie sein Kollege Julian Strzalla stellen aber schon länger fest, dass sie zu "Lebensberatern" geworden sind. Da reicht das Geld nicht zum (Über-)Leben im Alltag, da ist der Hartz-IV-Bescheid für den Adressaten alles andere als verständlich, da wurden auf den ersten Blick vom Jobcenter Leistungen gekürzt, sorgen Stromsperren für "Licht aus und es geht nichts mehr" oder der Verlust der Wohnung droht. Die Zahl derjenigen, die in wirtschaftlichen Notlagen lebten, nehme zu, stellt Sasserath fest. Die Folge: Ausgrenzung, Isolation und gesundheitliche Probleme.

ALZ-Mitarbeiter Rudi Fischer half in 2017 etwa 350 Personen bei der Bewerbung für einen neuen Job - und bei einigen hat die Bewerbung auch eine Arbeitsstelle gebracht. Über 18 000 Menschen, das sind 67,7 % aller erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, standen in Mönchengladbach in 2017 jahresdurchschnittlich im Langzeitbezug. Langzeitleistungsbezieher*innen sind solche Personen, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate hilfebedürftig waren. Die Fluktuationen in dieser Personengruppe ist mit 400-450 Zu- und Abgängen monatlich eher gering. 62,7 % der Menschen im Langzeitleistungsbezug, die vom Jobcenter Mönchengladbach betreut wurden und werden, haben eine Verweildauer von vier Jahren und länger im SGB II. Viele von ihnen seien über 50 Jahre und älter, körperlich wie psychisch beeinträchtigt, berichtet der Berater Julian Strzalla.

Die Sozial- und Erwerbslosen-Beratungen der ALZ-Fachleute Sasserath und Strzalla erfasste im vergangenen Jahr über 2700 Beratungskontakte (2016: 2.655) - entweder nach Terminabsprache persönlich im Haus Lüpertzender Straße, per Internet oder Telefon. Unter Hinzunahme der Bewerbungshilfe waren es fast 3063 Kontakte (2016: 3022). Was gegenüber dem Vorjahr eine erneute Steigerung der Beratungsleistung um 3 % bedeutet; einschließlich der Bewerbungshilfe beträgt die Steigerung 1%)

Im Jahr 2017 entfielen im Arbeitslosenzentrum, differenziert nach Geschlechtern, 1549 Beratungsleistungen einschließlich Bewerbung auf Frauen und 1514 auf Männer.

Auch beim Angebot "preiswerter Mittagstisch" stößt das ALZ an Leistungsgrenzen. Mit fast 9500 Portionen (2016: 9549) konnte der Hunger von Alleinerziehenden mit ihren Kindern, älteren Männern und Frauen mit wenig Geld gestillt werden. Darauf ist Sasserath ebenfalls stolz, schließlich biete das ALZ seit vielen Jahren das erfolgreiche Konzept mit Beratung, Begegnung und Mittagstisch.

Viel Zeit und Arbeit nimmt das "Quartierskonzept" in Anspruch, das das ALZ bis Spätsommer 2018 dem Stadtrat vorlegen wird. SPD und CDU erwarten eine solche Expertise, mit der die Arbeit des Zentrums langfristig und zukunftsweisend gesichert werden soll, wie es heißt. Vorstand und Mitarbeiter hoffen, dass das ALZ auch in den nächsten Jahren seine Adresse nicht ändern muss, "schließlich steht die Notwendigkeit des ALZ angesichts der vielen rat- und hilfe-suchenden Besucher absolut außer Frage", betont Karl Sasserath.

Weitere Infos vom und über das ALZ: www.arbeitslosenzentrum-mg.de

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Folgende Sponsoren und öffentliche Einrichtungen ermöglichen die Arbeit für und mit Erwerbslosen:
Diergardt-Stiftung,
Sozialfonds der Arbeitslosen-Initiativen im Bistum Aachen,
Versorger NEW,
sowie gut 60 Mitglieder. Trotz dieser "großartigen Unterstützung für die vielen benachteiligten Menschen" (Sasserath) ist die Arbeit im Erwerbslosenzentrum seit Jahren nicht kostendeckend. Das Zentrum informiert gerne Menschen, die Mitglied werden bzw. spenden wollen.
Ansprechpartner im Auftrag für den Vorstand des Arbeitslosenszentrums Mönchengladbach:
Karl Sasserath, Leiter Arbeitslosenzentrum MG e. V.
Lüpertzender Str. 69 in 41061 Mönchengladbach
Tel.: 0 21 61/ 2 01 95
Fax: 0 21 61/ 17 99 81
eMail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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Zitat (4)

"Das Grundeinkommen ist keine Revolution, denn die sind immer blutig und am Ende regiert nur eine andere Elite. Trotzdem ist es revolutionär, weil es am Wesenskern unseres Gesellschaftssystems ansetzt und die Angst durch Vertrauen ersetzt."

Michael Bohmeyer

 

Aus dem Gastbeitrag vom

1. Januar 2018

"Mit 1.000 Euro kann man zu allem Nein sagen"

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(1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann
Quelle: Goethe, Briefe. An Johann Heinrich Meyer, am 8. Febr. 1796

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